Razer Hypersense

Razer Hypersense: Jetzt kommt Bewegung ins Gaming!

Warum kam das nicht schon früher?

Razer hat letzte Woche auf der CES in Las Vegas eine „bewegende“ Technologie vorgestellt. Damit gibt’s wieder mal richtig Action auf dem Desktop.

Neu ist die von Razer gezeigte Technologie allerdings bei weitem nicht. Die Idee, es auf jedes denkbare Equipment auszuweiten, mit dem der Gamer in Berührung ist, allerdings schon. Razers Ankündigung mit dem Namen „Hypersense“ ist eine sehr interessante, die das Gaming in Zukunft enorm bereichern könnte.

Ein außergewöhnlicher Gamer PC, der dein Gaming definitiv bereichern wird, ist dieser nette Bursche hier.

Was ist Hypersense und was ist damit möglich?

Dabei handelt es sich um Razers Ökosystem für Equipment mit Vibrations-Feedback. Damit soll eine ganze Familie an Gaming-Peripherie mit Force-Feedback ausgestattet werden. Das Feature ist seit vielen Jahren fester Bestandteil von Konsolen-Controllern. Vor etwas mehr als 20 Jahren war Nintendos Rumble Pak die erste Force-Feedback Erweiterung für den Massenmarkt. Sony folgte wenig später mit dem DualShock-Controller. Und auch Microsoft brachte mit SideWinder die ersten Joysticks mit Vibrations-Rückmeldung für den PC. Heute verwenden Spiele-Konsolen, jedes Smartphone und selbst Smartwatches Vibrationen als direktes Feedback.

Vibration hat sich auf dem PC noch nicht durchgesetzt

Zwar seit Jahren vorhanden, ist die Technik auf Gaming PCs bislang nicht so wirklich vorangekommen. Einzelne Hersteller bieten zwar bereits Sessel oder Headsets an, sie sind aber an die Bässe der Audio-Ausgabe gekoppelt. Auch Apple hat mit der Taptic Engine in iPhone und Macbook bereits Geräte, die Vibrationen als Rückmeldung an den Nutzer verwenden. Ein Tastendruck auf dem Touchpad oder dem Display kann beeindruckend echt simuliert werden. Die große Verbreitung abseits von Smartphones und Konsolen blieb leider aus. Da aber mit Razer ein Bigplayer für Spiele- Equipment eine Vibro-Offensive startet, ist es gut möglich, dass das Feature endlich auch auf dem PC den Massenmarkt erreicht.

Welche Möglichkeiten bietet Hypersense?

Das Hypersense-System verspricht eine Fülle an Anwendungsmöglichkeiten für verschiedenes Equipment. Tastatur und Maus mit direkter Rückmeldung der Tasten oder der Handballenauflage, Gaming-Chairs oder sogar Headsets mit vibrierenden Ohrmuscheln. Das hier sind nur eine Handvoll Anwendungsgebiete, die uns spontan einfallen:

  • Bei Rennspielen könnten etwa Straßenunebenheiten und das Abkommen von der Rennstrecke auf Sitzfläche und Rückenlehne übertragen werden,
  • Actionshooter, in dem einen die Kugeln durch das vibrierende Headset sprichwörtlich um die Ohren fliegen oder
  • Gewehr-Rückstoß und Explosionen könnten über die Armlehnen des Sessels an den Spieler weitergegeben werden.
  • Selbstverständlich dürfen auch Tastatur und Maus die einzelnen Finger heftig durchrütteln und können so ein völlig neuartiges Gefühl in so gut wie jedem Game vermitteln.

Razer selbst nennt in einer Presseaussendung das Schlagen eines Hammers oder das Abfeuern eines Raketenwerfers als mögliche Auslöser für das Gerüttle. Entwickler sollen aber selbst Trigger für das Vibrationsfeedback festlegen können. Der Grundstein ist gelegt und ein großes Potenzial durchaus vorhanden. Wir wären doch alle sehr froh über etwas mehr „Vibes“ am Gaming-Desk. Gerade die Verbindung mit VR-Games könnte für eine bessere Immersion sorgen und wäre eine echte Bereicherung des Spielgeschehens!