Die Inflation wurde in vielen Lebensbereichen in den letzten Jahren spürbar. Die Komponenten von Gaming PCs stellen hier keine Ausnahme dar. Durch die hohe Nachfrage in der KI-Branche steigen die Preise ebenso wie durch komplexer gewordene Lieferketten oder allgemeine makroökonomische Preistreiber (zB Transportkosten, Lohnkosten etc.).
Dieser Beitrag zeigt dir die Preisveränderungen im Jahr 2025 bei den wichtigsten Komponenten in einem typischen Computer. So kannst du die Preisveränderungen im letzten Jahr auf einen Blick einsehen und vielleicht für deine zukünftigen Preisentscheidungen nutzen. Wir stützen uns für diesen Bericht auf diverse Quellen (u.a. pcpartpicker.com, pangoly.com und einige mehr).
Preisentwicklungen bei CPUs im Jahr 2025
Im Bereich der Prozessoren haben wir uns die 13. Generation - Codename Raptor Lake - und die neuen Intel Core Ultra Prozessoren - Arrow Lake - angesehen. Bei den Produkten von AMD haben wir uns auf die Ryzen 9000er-Serie konzentriert.
Die angegebenen Preise sind Durchschnittspreise über alle Modelle der einzelnen Serien hinweg. In der Raptor Lake Reihe existieren beispielsweise i3 bis i9 Modelle, wobei sich die Preise zwischen diesen beiden Ausführungen verdoppeln. Bei AMD existieren die Ryzen 5, 7 und 9 Modelle in der jeweiligen Serie. Wir haben hier mit Durchschnittspreisen der gesamten Serie kalkuliert.
| Serie | Preisdurchschnitt 31.12.2024 | Preisdurchschnitt 31.12.2025 | Preisänderung |
|---|---|---|---|
| Raptor Lake (13) | € 374 | € 359 | ↓ 4 % |
| Intel Core Ultra | € 387 | € 287 | ↓ 26 % |
| Granite Ridge | € 454 | € 448 | ↓ 1 % |
Die Preise gelten für Österreich, da hier unsere Fertigung stattfindet.
Wir haben hier nur einen Ausschnitt von drei beliebten Prozessor-Reihen dargestellt, aber der entstehende Eindruck deckt sich mit den anderen CPUs auf dem Markt. Es gab keine Inflation bzw. Teuerung bei Prozessoren im Jahr 2025.
Preisänderungen bei Grafikkarten im Jahr 2025
In dieser Kategorie haben wir die preisliche Entwicklung von drei beliebten Nvidia GeForce und zwei Radeon Karten verfolgt. Es handelt sich erneut um Durchschnittspreise, da die Preise bei verschiedenen Händlern und aufgrund von Rabattaktionen und ähnlichen Preisschwankungen unterschiedlich sein können. Der Preisvergleich findet hier zwischen dem 1. April 2025 und dem 31. Dezember 2025 statt, da die Nvidia 5000er Serie erst im Februar auf den Markt kam und zunächst stark vergriffen war.
| Produkt | Preisdurchschnitt 01.04.2025 | Preisdurchschnitt 31.12.2025 | Preisänderung |
|---|---|---|---|
| GeForce RTX 5090 | € 3.281 | € 3.069 | ↓ 6,5 % |
| GeForce RTX 5070 Ti | € 1.079 | € 910 | ↓ 16 % |
| GeForce RTX 4090 | € 2.855 | € 2.819 | ↓ 1 % |
| Radeon RX 7600 | € 293 | € 267 | ↓ 9 % |
| Radeon RX 9070 | € 767 | € 622 | ↓ 19 % |
Die Preise gelten für Österreich, da hier unsere Fertigung stattfindet.
Bei den GPUs zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei den CPUs. Die Preise sind im Jahr 2025 nicht gestiegen, sondern eher gesunken. Hier darf natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass mit der 5000er Serie eine ganz neue Produktfamilie verfügbar wurde und diese grundsätzlich eher höher bepreist ist. Deshalb gilt der folgende Grundsatz: Obwohl die Preise für einzelne Modelle gefallen sind, darf nicht übersehen werden, dass grundsätzlich viel mehr Budget für Grafikkarten ausgegeben wurde. Bei weiteren Fragen, steht dir unser Support Team gerne zur Verfügung:
Die Hyperinflation bei Arbeitsspeichern im Jahr 2025
Vor allem in den letzten Monaten des Jahres 2025 gab es bei diesem Komponententyp sehr starke Preissprünge. Wir konzentrieren uns in der Tabelle nicht auf einzelne Markenhersteller von RAM, sondern auf eine bestimmte Anzahl von Gigabyte eines bestimmten Typs (DDR4, DDR5).
| RAM | Preisdurchschnitt 31.12.2024 | Preisdurchschnitt 31.12.2025 | Hyperinflation |
|---|---|---|---|
| 16 GB DDR4 | € 47 | € 161 | ↑ 343 % |
| 16 GB DDR5 | € 73 | € 369 | ↑ 505 % |
| 32 GB DDR4 | € 87 | € 300 | ↑ 345 % |
| 32GB DDR5 | € 132 | € 611 | ↑ 463 % |
Die Preise gelten für Österreich, da hier unsere Fertigung stattfindet.
Seit Oktober 2025 gab es Preisanstiege bei dieser Art von Komponenten von über 300 %. Die Seite pcpartpicker listet sogar noch höhere Preise und damit eine noch höhere Inflation als wir hier in der Tabelle berechnen konnten. Früher galt Arbeitsspeicher als eine der günstigsten Komponenten in einem Gaming PC. Durch die jüngste Inflation spielt RAM nun in einer Liga mit CPUs und stellt einen wesentlichen Kostenfaktor beim Kauf eines Computers dar. Als Grund wird in vielen Kreisen die enorm hohe Nachfrage der KI-Branche angegeben.
Leider lässt sich eine Erholung der Preise Anfang 2026 nicht absehen. Wir versuchen jedoch, den Preisverfall von anderen Komponenten an unsere Kunden weiterzugeben und damit die Preiserhöhung von Komplett-PCs in unserem Shop möglichst gering zu halten.
Wenn ein Sinken der Preise von RAM für uns absehbar ist, dann informieren wir dich hier gerne darüber.
Die Preisentwicklung bei Motherboards im Jahr 2025
Die angegebenen Preise für AM4-, AM5- und LGA1700-Mainboards stellen Durchschnittswerte der jeweils betrachteten Chipsatzgruppen dar. Innerhalb eines Chipsatzes existieren dennoch deutliche Preisunterschiede, da die Modelle hinsichtlich Ausstattung, Stromversorgung, PCIe-Konfiguration und Zusatzfunktionen variieren. Zusätzlich unterscheiden sich die Plattformen technisch: AM4 und ein Teil der LGA1700-Mainboards unterstützen DDR4, während AM5 ausschließlich mit DDR5 arbeitet. Bei der PCIe-Unterstützung reicht das Spektrum von PCIe 3.0/4.0 bei AM4 über PCIe 4.0/5.0 bei LGA1700 bis zu standardisiertem PCIe 5.0 bei AM5. Die hier verwendeten Preisangaben basieren daher auf gemittelten Werten innerhalb der jeweiligen Chipsatzkategorie.
| Motherboard Kategorie | Preisdurchschnitt 31.12.2024 | Preisdurchschnitt 31.12.2025 | Preisänderung |
|---|---|---|---|
| AM4 AMD X570 | € 390 | € 348 | ↓ 11 % |
| AM5 AMD B650E | € 301 | € 230 | ↓ 24 % |
| LGA1700 Intel Z690 | € 229 | € 227 | ↓ 1 % |
| LGA1700 Intel Z790 | € 303 | € 220 | ↓ 27,5 % |
Die Preise gelten für Österreich, da hier unsere Fertigung stattfindet.
Bei den Mainboards zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei anderen PC-Komponenten: Die Preise sind im Jahr 2025 insgesamt eher gesunken, wenn auch in sehr unterschiedlichem Ausmaß - je nach Plattform. Besonders deutlich fällt der Rückgang bei aktuellen Plattformen aus. So sind AM5-Mainboards mit B650E-Chipsatz um 24 % günstiger geworden, während die Z790-Boards für Intels LGA1700-Sockel sogar einen Preisrückgang von 27,5 % verzeichnen. Diese Entwicklung zeigt, dass selbst moderne High-End-Plattformen spürbar preiswerter wurden.
Etwas moderater fiel der Rückgang bei älteren Plattformen aus. AM4-Mainboards mit X570-Chipsatz wurden im Jahresvergleich um 11 % günstiger – ein Zeichen dafür, dass ältere Ökosysteme weiterhin gut verfügbar und konkurrenzfähig bleiben. Fast unverändert blieb hingegen die Preisentwicklung bei Z690-Boards, die lediglich um 1 % nachgaben und damit preislich stagnierte.
Trotz der deutlich sinkenden Preise sollte nicht übersehen werden, dass der Wechsel auf moderne Plattformen insgesamt mit höheren Einstiegskosten verbunden bleibt. Dennoch zeigt die Entwicklung klar, dass 2025 ein Jahr war, in dem Mainboards breiter verfügbar wurden und sich die Preise stärker zugunsten der Käufer bewegt haben.
Preisanstiege bei SSDs im Jahr 2025
Grundsätzlich variieren die Technologien auch bei SSDs. SATA-SSDs sind durch das SATA-6-Gb/s-Protokoll limitiert, während PCIe-Gen3-Modelle über NVMe bereits wesentlich höhere Transferraten erreichen. PCIe-Gen4-SSDs verdoppelten diese Bandbreite nochmals und bildeten 2025 den gängigen Standard, während PCIe-Gen5-SSDs die derzeit höchste Leistungsklasse darstellen und eine entsprechend höhere Preisstruktur aufweisen. Die hier verwendeten Preisangaben basieren daher auf gemittelten Werten innerhalb der jeweiligen Kapazitäts- und Schnittstellenkategorie.
| SSD Varianten | Preisdurchschnitt 31.12.2024 | Preisdurchschnitt 31.12.2025 | Preisänderung |
|---|---|---|---|
| 1 TB PCIe Gen4 x4 | € 100 | € 174 | ↑ 74 % |
| 1 TB PCIe Gen5 x4 | € 186 | € 191 | ↑ 3 % |
| 1 TB SATA 6 Gb/s | € 81 | € 126 | ↑ 56 % |
| 2 TB PCIe Gen5 x4 | € 314 | € 294 | ↓ 6 % |
Bei den SSDs zeigt sich im Jahresvergleich ein besonders differenziertes Preisbild, das stark von der jeweiligen Technologie abhängt. Während einzelne High-End-Modelle moderat teurer wurden, verzeichnen andere Segmente deutliche Preissprünge. Besonders auffällig ist der Anstieg bei den 1-TB-PCIe-Gen4-SSDs, deren durchschnittlicher Preis um 74 % gestiegen ist. Dieser starke Zuwachs spiegelt die anhaltend hohe Nachfrage nach Gen-4-Laufwerken wider, die 2025 für viele Gaming- und Workstation-Systeme als Preis-/Leistungs-Sweetspot gelten. Auch klassische 1-TB-SATA-SSDs haben mit 56 % einen erheblichen Preisanstieg erlebt – ein Hinweis darauf, dass die Produktion dieser älteren Modelle weiter zurückgeht und geringere Stückzahlen zu höheren Marktpreisen führen.
Deutlich stabiler zeigt sich hingegen der High-End-Bereich: 1-TB-PCIe-Gen5-SSDs legten lediglich um 3 % zu, was auf eine Kombination aus Marktetablierung und zunehmender Verfügbarkeit zurückzuführen ist. Noch klarer wird dieser Trend bei den 2-TB-PCIe-Gen5-Modellen, die sogar einen Preisrückgang von 6 % verzeichnen. Hier spielt die Skalierung der neuen Gen-5-Controller eine entscheidende Rolle, da höhere Kapazitäten im Premiumsegment zunehmend wettbewerbsfähiger werden.
Fazit zur Gaming PC Inflation im Jahr 2025
Gerade die jüngsten und teils extremen Preisanstiege bei Arbeitsspeicher und Festplatten erwecken den Eindruck einer hohen Computer-Inflation. Das Bild wird durch neue Produkte auf dem Markt, wie die Blackwell Grafikkarten von Nvidia, verstärkt. Aber eine genauere Analyse zeigt ebenso Preisreduktionen bei verschiedenen Komponenten-Kategorien über das Jahr 2025 hinweg.
Es ist natürlich schwer auf die begehrtesten Produkte zu verzichten, aber durch kluge Zusammenstellungen kann der Inflation im Bereich der Gaming PCs durchaus etwas ausgewichen werden und das versuchen wir natürlich bei speziellen Modellen in unserem Angebot.
FAQs zur Inflation von Gaming Hardware
Antwort: Unter Gaming PC Inflation versteht man die Preissteigerungen bei zentralen PC-Komponenten wie CPUs, GPUs, RAM, SSDs und Mainboards. Im Jahr 2025 war die Inflation jedoch stark vom Segment abhängig: Während Grafikkarten und Prozessoren teilweise stabil blieben oder sogar leicht fielen, kam es vor allem bei Speicherprodukten wie SSDs und RAM zu erheblichen Preissteigerungen, die die Gesamtkosten eines neuen Gaming-PCs deutlich beeinflussten.
Antwort: Die größten Preistreiber waren SSDs und Arbeitsspeicher, insbesondere PCIe-Gen4-SSDs und DDR5-RAM. Hier konnten fünffach höhere Preise, gerade in den letzten Monaten, beobachtet werden.
Antwort: Ob Gaming-PCs 2025 teurer oder günstiger wurden, hängt davon ab, welche Komponenten im Fokus stehen. Ein System mit viel Speicher (1–2 TB SSD, DDR5-RAM) wurde durch die starken Preissteigerungen in diesen Bereichen klar teurer. Systeme auf moderner AM5- oder LGA1700-Basis profitierten dagegen von fallenden Mainboardpreisen. Im Durchschnitt zeigt sich ein leichter Preisanstieg, der aber nicht alle Komponenten gleichermaßen betrifft.
Antwort: An dieser Stelle wirst du am Ende des Jahres erneut unseren Jahresbericht finden. Niemand kann potentielle Preissteigerungen genau vorhersagen, aber wegen des KI-Booms werden gerade Speicherkomponenten wahrscheinlich noch länger hochpreisig bleiben. Ein Abwarten auf erneute Preissenkungen könnte über das Jahr 2026 hinausgehen.
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